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PREGNANT WOMAN’S SECRET NO#2

PREGNANT WOMAN’S SECRET NO#2

NOT YOUR BUSINESS

Wie viele Kilos nehme ich in der Schwangerschaft zu? Wie verändert sich mein Körper? Was ist normal, was nicht? Fragen, die sich ab Bekanntgabe der Schwangerschaft meist nicht nur noch die Schwangere stellt.

Das Gewicht und die körperliche Veränderung einer Schwangeren ist ein sehr komplexes Thema. Unendlich viele Informationen und Mythen tummeln sich dazu in unserer Gesellschaft. Ein Wissenspool, der zunächst sehr hilfreich erscheinen mag, führt nicht selten zur Verunsicherung einer Schwangeren. Genau darum geht es in Pregnant Woman’s Secret No#2 . Es geht um den Körper einer Frau, der ab dem Zeitpunkt der Schwangerschaft ungewollt und ungebeten zum Schlachtfeld von Beurteilungen und Bewertungen wird. Ausgetragen von Fremden, Freunden und der eigenen Familie. Eine Schwangerschaft ist für die Frau eine besonders intime Zeit der Veränderung. Es ist ein sensibler Prozess der Akzeptanz und des Verstehens des eigenen Körpers. Kommentare, wie: „Dein Bauch ist aber ganz schön groß; sag mal hat sich Wassere eingelagert, dein Gesicht wirkt so aufgequollen.“, oder gar „Soll das wirklich nur eins sein, sieht aus wie Drillinge; die Schwangerschaft hat dich aber mächtig rund werden lassen.“, können eine Schwangere nicht nur nerven, sondern auch verunsichern und verletzen. Neben allen unangebrachten Kommentaren, reihen sich auch eine ganze Menge von gut gemeinten Bemerkungen ein. Oft ist den Aussenstehenden gar nicht bewusst, dass ihre ungebetenen Hinweise negative Auswirkungen haben könnten.

Bodyshaming in der Schwangerschaft

In den meisten Fällen nimmt eine Schwangere aufgrund des neuen Lebens, das in ihr heranwächst und der damit verbundenen körperlichen Veränderungen zu. Die körperliche Veränderung betrifft eine Frau nicht nur optisch, sondern auch psychisch. Ein veränderter Stoffwechsel und die Veränderung des Hormonhaushalts, sowie der steigende Bedarf an wichtigen Nährstoffen für Mutter und Baby haben im variierenden Maß Einfluss auf das Essverhalten einer Schwangeren. Nicht selten treten Heißhunger-Attacken auf. Schnell schießen Frauen dann altbekannten Aussagen durch den Kopf, wie: „Ich darf nicht für zwei essen. Ich muss auf mein Gewicht achten“ Ein Gedanke, der sich vorrangig auf die Masse der Speisen, anstatt auf die Klasse bezieht. Dabei hat die Qualität der Ernährung in der Schwangerschaft einen besondern Stellenwert für die Gesundheit von Mutter und Kind. Leider wird das Thema „Ernährung in der Schwangerschaft“ nur allzu schnell auf das Gewicht reduziert. Genau da beginnt das eigentliche Problem. Es wird viel darüber gesprochen, was man nicht soll, anstatt über das, was gut wäre.

Das Thema richtige Ernährung in der Schwangerschaft sowie die körperliche Veränderung einer Schwangeren gleitet im schlimmsten Fall in eine Art von Body Shaming ab. Body Shaming durch die eigene Familie, durch Freunde und durch Fremde. Ein gesellschaftliches Phänomen, bei dem sich Aussenstehende plötzlich zu Juroren für die Veränderung des Körpers einer Schwangeren berufen fühlen. Gefördert wird dieses Verhalten, durch banale Schwangerschafts-Tipps, wie „Nur weil du Schwanger bist, musst du nicht für zwei essen“. Obwohl unser Wissen über die Ernährung in der Schwangerschaft doch schon so viel weiter ist.

Weniger Kommentare, mehr Diskretion

Eine Schwangere erweckt das gesteigerte Interesse ihres Umfelds für ihren Körper und ihr Essverhalten. Was bei nicht-Schwangeren völlig irrelevant wäre, erhält plötzlich eine gesteigerte gesellschaftliche Aufmerksamkeit. So stellt man Beispielsweise die Frage auf bestimmte Essgewohnheiten, doch auch nicht einer Frau, die Veganerin geworden ist. Man schaut doch auch nicht auf die Teller von Body Buildern und suggeriert ihnen dabei, dass jeder Biss gewogen wird. Und am Ende des Tages soll eine Schwangere die Schwangerschaft genießen und sich gleichzeitig ausgewogen ernähren, während sie sich ständig beobachtet fühlt und es doch nur immer um die Ziffern auf der Waage geht?

Das Thema Figur, womit wir vor der Schwangerschaft schon oft genug Streitpotenzial entwickelten, ebbt in der Schwangerschaft ganz und gar nicht ab. Manchmal wird es sogar schlimmer. Wie eine Schwangere mit den Kommentaren anderer umgeht, ist sicherlich von Frau zu Frau und von Schwangerschaft zu Schwangerschaft unterschiedlich. Grundsätzlich sollte der Körper eines anderen Menschen jedoch immer mit Diskretion und Feingefühl behandelt werden. Einfach gesagt: „Not your Business“.

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Es geht um das Wunder

Wir tragen nicht einfach nur einen immer dicker werdenden Bauch vor uns her, sondern ein neues Leben und das bedeutet Weiblichkeit, es bedeutet Vitalität, es bedeutet Attraktivität, es bedeutet Kraft und es bedeutet Glück. Es macht aus uns etwas Wundervolles von unschätzbarem Wert. Daher Ihr wundertragenden Frauen tragt es mit stolz und mit Leidenschaft. Lasst euch diese Würde nicht zerstören. Ihr seid schön, Ihr seid stark, Ihr seid sexy, Ihr seid attraktiv.

Ihr seid Mutter.

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  • Liebe Femami, Du hast eine ausgesprochen beeindruckende Leichtigkeit, Themen in deine Gedanken zu verpacken und ernste Dinge aus einer sehr feinen und femininen Seite zu betrachten. Schön, dass es Frauen gibt, die sich trauen, Frauen zu sein in ihrer ganzen Tiefe der Weiblichkeit. Mutter, Freundin und Frau, es sind diese drei Dinge, die eine Frau schmücken und ausmachen. Danke Femami für deine Inspiration ♡

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